7 Fehler die Sie im Bewerbungsgespräch vermeiden sollten

Bewerbungsgespräch

Das Bewerbungsgespräch ist die Krönung einer jeden Bewerbung. Es ist bereits gelungen mit dem eigenen Anschreiben, den Qualifikationen und dem ersten Eindruck zu überzeugen. Nun gilt es auch noch diesen Eindruck mit einem guten Gespräch zu festigen. Während manche Unternehmen auf professionelle Mitarbeiter für Personalführung setzen, kommt es nicht selten vor, dass das Gespräch mit den direkten Vorgesetzten geführt wird. Verständlicherweise haben viele Menschen einen gewissen Respekt vor diesem Gespräch. Sie fürchten sich vor den kleinen und großen Fehlern, die gemacht werden können und die Chance auf den Traumjob zerstören. Dabei sind viele Fehler einfach zu vermeiden.

Es kommt fast immer auf die Vorbereitung an

Es ist vor allem die eigene Nervosität, die in vielen Fällen zu Fehlern im Bewerbungsgespräch führt. Entweder man macht sich zu viele oder zu wenige Gedanken über die möglichen Szenarien und Abläufe. Entsprechend verkopft oder unvorbereitet geht man an die ersten Kontakte mit dem potentiellen neuen Arbeitgeber. Es ist daher wichtig, dass man sich schon lange vor dem Gespräch mit verschiedenen Punkten beschäftigt. Dazu gehört eine gute Selbstreflektion, ein prüfender Blick auf den eigenen Lebenslauf und nicht zuletzt ein wenig Recherche über das Unternehmen, in dem der neue Job angepeilt wird.

Mit ein wenig Planung und der Vorbereitung mit Freunden oder Bekannten wird es einfacher, sich vor den typischen Fallen in einem Bewerbungsgespräch zu schützen. Besonders die praktische Erfahrung kann dabei helfen. Kleine Rollenspiele oder Reden vor dem Spiegel sorgen für mehr Selbstsicherheit und eben diese Sicherheit verhilft am Ende zu mehr Selbstbewusstsein. Ein gutes Auftreten ist wichtig. Eine gute Vorbereitung kann dabei helfen, dass dieses Auftreten ganz natürlich wirkt.

Fehler können natürlich trotzdem passieren. Daher sind hier sieben typische Fehler aufgelistet und wie sich diese bei einem Bewerbungsgespräch vermeiden lassen, damit am Ende das beste Ergebnis erzielt werden kann:

1. Das Anschreiben entspricht nicht dem Bewerber

Lügen im Lebenslauf können im schlimmsten Fall ein Kündigungsgrund sein. Im weniger schlimmen Fall können die kleineren Schwindeleien bereits im Vorstellungsgespräch zu einem Problem werden. Der Bewerber sollte sich sicher sein, dass die zuständigen Personen das Anschreiben und den Lebenslauf richtig gelesen haben. Das kann natürlich dazu führen, dass fachliche Fragen gestellt oder Expertisen auf den Prüfstand gestellt werden. Wer hier Lücken offenbart oder das, was im Anschreiben und Lebenslauf angeboten wird, nicht bestätigen kann, wird nur schlechte Chancen auf einen Job haben. Ein ehrlicher Lebenslauf und ein ebenso ehrliches Anschreiben sind also wichtig – oder eine gute Vorbereitung für das Gespräch.

2. Lücken im Lebenslauf können nicht erklärt werden

Es gibt viele gute Gründe, warum ein Lebenslauf nicht durchgehend definiert werden kann. Viele Umstände und Entwicklungen können hier oder dort zu einem Jahr mit einer Auszeit führen. Wichtig ist, dass diese Lücken zu erklären sind. Wenn es eine plötzliche Arbeitslosigkeit aufgrund schlechter Motivation war oder es andere Gründe dafür gab, dass keine Aktivität vorlag, sollte dies erklärt werden können. Hierbei handelt es sich um eine der am meisten gestellten Fragen in einem Vorstellungsgespräch und eine der typischen Fallen für einen schlechten ersten Eindruck.

3. Einen schlechten ersten Eindruck hinterlassen

Überhaupt ist der erste Eindruck wohl eines der größten Probleme. Wie soll man richtig gekleidet sein? Wie pünktlich ist zu spät oder zu pünktlich? Es gibt viele Einflüsse auf den klassischen ersten Eindruck. Dabei ist es recht einfach: Verschiedene Standards erlauben es dem Bewerber sich daran zu orientieren. Ist es ein Job mit Kundenkontakt, so ist der Anzug die richtige Wahl für ein Vorstellungsgespräch. Für den Informatiker in der Agentur kann es schon einmal ein Hemd und eine Stoffhose sein. Es ist immer besser zu früh zu sein und vor der Tür zu warten als zu spät zu sein. Über diese Punkte sollte man sich nicht zu viele Gedanken machen – sie erklären sich eigentlich wie jede andere Situation auch.

4. Zu wenig Selbstbewusstsein

Das Selbstmarketing ist der entscheidende Schlüssel für den Erfolg im Vorstellungsgespräch. Eine gute Vermarktung der eigenen Fähigkeiten und Social Skills kann die begehrte Stelle absichern. Zu schüchternes Auftreten oder unterspielen der eigenen Fähigkeiten wird das Gegenteil verursachen. Ein gesundes Selbstbewusstsein ist wichtig. Die eigenen Stärken sollten klar genannt und präsentiert werden – ebenso die wichtige Rolle, die man im Unternehmen übernehmen kann. So wissen alle Seiten, worauf es ankommt und was sie zu erwarten haben.

5. Zu viel Selbstbewusstsein

Auch das Gegenteil von Schüchternheit kann im Gespräch zu einem Problem werden. Wer zu offensiv und aggressiv in der Selbstvermarktung auftritt, kann dabei einen negativen Effekt erzeugen. Es sollte nur das versprochen und angeboten werden, das man am Ende auch einhalten kann. Wer von Beginn an so auftritt, als wäre es nur eine Frage der Zeit, bis man der Chef in dem Laden wäre, wird mit Sicherheit niemanden von sich überzeugen können. Es kommt am Ende also vor allem auf die richtige Mischung an.

6. Kein Interesse für das Unternehmen zeigen

Der Part im Gespräch, in dem man selbst Fragen stellen darf, wird oftmals unterschätzt. Hier verlangen die Recruiter nämlich ehrliches Interesse von ihren Bewerbern. Es ist wichtig Fragen zur Position und dem Unternehmen zu stellen und seien diese noch so trivial. Das zeigt im Gespräch, dass man ein ehrliches Interesse an der Firma und einer langfristigen Verpflichtung hat, die über eine einfache offene Stelle hinausgeht.

7. Der schlechte letzte Eindruck

Auch bei der Verabschiedung und den Fragen nach dem Wunschgehalt kommt es auf das richtige Verhalten an. Der Chef sollte nicht mit seiner Entscheidung unter Druck gesetzt werden und die Forderungen müssen sich in einem ordentlichen Rahmen bewegen. Natürlich möchte man gut verdienen – es muss aber zum Unternehmen passen. Auch hier bietet sich eine Recherche entsprechend der Firma an, in der man sich gerade bewirbt.

Wird auf diese Fehler geachtet und werden sie im Gespräch vermieden, gibt es eine sehr gute Chance, dass der Traumjob schon bald in eine greifbare Nähe rückt.

Titelbild: Shutterstock

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