Wie hängen Aussehen und Selbstbewusstsein zusammen?

Schönheit bietet eine natürliche Überlegenheit.

Platon

Die Frisur sitzt perfekt und der neue Pullover schmeichelt der Figur: Es gibt Tage, an denen wir uns rundum wohlfühlen. Wann immer wir mit unserem Aussehen zufrieden sind, fühlen wir uns ein Stück weit unbesiegbar. Doch schon im nächsten Moment gehen wir unserem Spiegelbild aus dem Weg und möchten uns am liebsten verstecken. Ob wir nun selbstbewusst auftreten oder nicht, hängt also zum Teil davon ab, wie wir zu unserem Aussehen stehen.

Gesellschaft im Schönheitswahn

Wir leben heute in einer Gesellschaft, die einem regelrechten Schönheitswahn verfallen ist. Medien, wie Film und Fernsehen, vermitteln uns unzählige Idealvorstellungen (z. B. von der perfekten Figur), denen wir scheinbar gerecht werden müssen. Dabei wird uns vermittelt, dass wir nur dann auf Anerkennung stoßen können, wenn unser Aussehen dem gesellschaftlichen Schönheitsbild entspricht.

Ob krumme Nase, überschüssiges Bauchfett oder abstehende Ohren: Viele Menschen fühlen sich in ihrer Haut unwohl. Um das Idealbild zu erfüllen, sind sie dazu bereit, sich freiwillig unter das Messer zu legen. Doch nicht immer muss es ein operativer Eingriff sein. Auch eine konservative Behandlung ist für manche die Lösung. So gibt es u. a. wirkungsvolle Mittel gegen Haarausfall, die für eine neue Haarpracht sorgen und dadurch das Wohlbefinden der Betroffenen steigern.

Wahre Schönheit kommt von innen…

Die Gesellschaft hat klare Vorstellungen davon, was wahre Schönheit bedeutet. In einer Welt, in der Menschen in erster Linie nach ihrem Aussehen beurteilt werden, liegt die Antwort auf die Frage nach richtiger Schönheit für die meisten auf der Hand. Doch die Wahrheit ist: Wahre Schönheit ist unabhängig von den Äußerlichkeiten und kommt noch immer von innen.

Während gutes Aussehen nämlich mit zunehmendem Alter immer mehr schwindet, bleiben Charaktereigenschaften größtenteils erhalten. Vor allem die Einstellung zu uns selbst ist etwas, das wir uns ein Leben lang beibehalten können. Menschen, die ein positives Bild von sich selbst und somit ihrem Äußeren malen, wirken auf ihr Gegenüber in der Regel automatisch attraktiver. Sie sind selbstbewusst – doch was bedeutet das eigentlich wirklich?

Selbstbewusstsein – ein vielschichtiger Begriff

Selbstbewusstsein ist ein wesentlicher Erfolgsschlüssel – sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich. Dieser Begriff ist zwar ein fester Bestandteil in unserem allgemeinen Sprachgebrauch, doch nicht immer ist klar, was man darunter versteht.

Selbstbewusstsein kommt von „sich selbst bewusst sein“. Selbstbewusste Menschen kennen ihre persönlichen Stärken und Schwächen, während sie sich selbst gleichzeitig vollkommen akzeptieren. Sie wissen, woran sie an sich selbst arbeiten müssen, ohne dabei jemals ihre Fähigkeiten und Talente aus den Augen zu verlieren. Selbstbewusstsein ist eine Kombination aus den folgenden Bestandteilen:

  • Selbsterkenntnis bedeutet, dass man im alltäglichen Leben regelmäßig die Beobachterrolle einnimmt. Man reflektiert also über sein eigenes Verhalten und gewinnt dadurch eine immer größere Erkenntnis von sich selbst. Von Selbsterkenntnis spricht man daher, wenn man sich seiner geliebten sowie weniger geschätzten Eigenschaften bewusst ist.
  • Selbstsicherheit ist die Fähigkeit, zu sich selbst zu stehen – unter Berücksichtigung aller persönlichen Stärken und Schwächen. Man ist sich seiner Eigenschaften sicher und steht für sie ein. Selbstsichere Menschen handeln im gemeinsamen Miteinander so, dass ihre Bedürfnisse befriedigt werden, ohne ihr Gegenüber einzuschränken.
  • Selbstvertrauen bezeichnet das Vertrauen, das man in sich selbst hat. Man ist davon überzeugt, bestimmte Eigenschaften zu besitzen. Menschen mit einem ausgeprägten Selbstvertrauen nutzen ihr Potenzial und vertrauen darauf, dass die Dinge, die sie machen, zum Erfolg führen.

Woher kommt das Selbstbewusstsein?

Niemand kommt als selbstbewusster Mensch zur Welt. Selbstbewusstsein ist nämlich nicht angeboren, sondern entwickelt sich erst im Laufe des Lebens. Der Grundstein für ein stabiles oder mangelhaftes Selbstbewusstsein wird jedoch in der frühen Kindheit gelegt – genauer gesagt zwischen dem ersten und fünften Lebensjahr.

Eltern haben dabei normalerweise den mit Abstand größten Einfluss auf das kindliche Selbstbewusstsein. Schließlich sind sie für gewöhnlich die ersten Bezugspersonen für das Kind. Eltern, die ihrem Kind von Anfang verdeutlichen, dass es geliebt und angenommen ist, sind auf dem besten Weg dazu, ihrem Nachwuchs zu einem gesunden Selbstbewusstsein zu verhelfen.

Falsches und wahres Selbstbewusstsein

Ein stabiles Selbstbewusstsein lässt sich nicht ganz so einfach erkennen. Es gibt Menschen, die auf ihr Gegenüber im ersten Moment selbstbewusst wirken, aber ein Blick hinter die Fassade genügt, um ihre eigentlichen Minderwertigkeitskomplexe zu entlarven. Sie drängen sich meistens in den Mittelpunkt und versuchen dadurch ihre Unsicherheiten bestmöglich zu verstecken.

Menschen mit wahrem Selbstbewusstsein hingegen müssen nicht immer die Aufmerksamkeit ihrer Mitmenschen gewinnen. Sie sind nicht auf die Anerkennung anderer angewiesen, weil sie sich ihrer Stärken bewusst sind und es für sie daran nichts zu rütteln gibt. Selbstbewusste Menschen erkennt man u. a. an diesen drei Verhaltensweisen:

  1. Sie sind nicht neidisch auf die Erfolge ihrer Mitmenschen, sondern freuen sich stattdessen mit ihnen. Sie beziehen die neueste Errungenschaft ihres Gegenübers nicht sofort auf sich selbst (z. B. mit der Frage: Warum ist mir das noch nicht gelungen?), sondern konzentrieren sich auf das Glück ihres Gesprächspartners.
  2. Sie müssen sich – im Gegensatz zu Menschen mit geringem Selbstbewusstsein – nicht immer selbst reden hören. Weil sie nicht um die Aufmerksamkeit ihrer Gegenüber buhlen, sind sie auch völlig damit zufrieden, ein offenes Ohr für ihre Mitmenschen zu haben.
  3. Sie vergleichen sich nicht mit anderen. Selbstbewusste Menschen sind mit sich selbst im Einklang und somit zufrieden mit ihren persönlichen Stärken und Schwächen. Sie müssen nicht erst den Vergleich zwischen sich selbst und ihren Mitmenschen ziehen, um sich gut zu fühlen.

Aussehen – ein wichtiger Faktor für das Selbstbewusstsein

Wer unzufrieden mit seinem Äußeren ist, hält weniger von sich selbst. Menschen, die hingegen eine hohe Meinung von sich selbst und somit von ihren Äußerlichkeiten haben – ohne eingebildet zu sein – liegen klar im Vorteil. Sie fallen den gesellschaftlichen Idealvorstellungen von „wahrer Schönheit“ nicht zum Opfer. Durch ihr ausgeprägtes Selbstbewusstsein wirken sie auf ihr Gegenüber automatisch attraktiver.

Unser Aussehen hat somit einen großen Einfluss auf unser Selbstbewusstsein. Je nachdem, ob wir mit unseren Äußerlichkeiten im Einklang sind oder nicht, zeichnen wir uns durch ein stabiles oder mangelhaftes Selbstbewusstsein aus. Unser Aussehen kann somit unser Selbstbewusstsein stärken oder schwächen.

Tipps für mehr Selbstbewusstsein

Eine gehörige Portion Selbstbewusstsein ist das Erfolgsgeheimnis vieler Menschen. Vor allem in Situationen, in denen man sich behaupten muss, hilft es, selbstbewusst aufzutreten. Falls Sie sich noch nicht selbstbewusst genug fühlen, helfen diese Tipps:

  1. Reflektieren Sie über Ihre persönlichen Idealvorstellungen von Schönheit. Machen Sie sich bewusst, ob diese überhaupt realistisch sind. Kehren Sie ihnen den Rücken zu, falls Sie erkennen, dass Sie diesen niemals gerecht werden können.
  2. Konzentrieren Sie sich auf Ihre eigene Schönheit. Überlegen Sie sich, was Sie an sich selbst schön finden und denken Sie nicht ständig nur an Ihre Schwachpunkte.
  3. Setzen Sie sich realistische Ziele. Wenn Sie Ihren Körper ganz genau kennen, wissen Sie auch, an welchen Schwachpunkten Sie arbeiten wollen und können. Andere, die sich nicht ändern lassen, lernen Sie am besten zu akzeptieren.
  4. Gehen Sie liebevoll mit sich selbst um. Belohnen Sie sich mit einem schönen neuen Pullover oder einem wohlverdienten Frisörbesuch nach einer ereignisreichen Arbeitswoche. Ein paar Neuerungen geben Ihrem Aussehen neuen Pep – für ein starkes Selbstbewusstsein!

In einer Gesellschaft, die von äußerlichen Schönheitsidealen geprägt ist, ist es nicht immer leicht, gegen den Strom zu schwimmen. Wahre Schönheit kommt jedenfalls von innen. Wenn wir nämlich mit unserer Persönlichkeit und unserem Äußeren im Einklang sind, wirken wir automatisch attraktiver. Und was noch wichtiger ist: Diese innere Zufriedenheit steigert das Selbstbewusstsein.

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