Was sind eigentlich Bitcoins? Wir erklären es euch!

von November 11, 2016 Testberichte, Wissenschaft
Bitcoin erklärt!

 

Jetzt Traden
Melden Sie sich jetzt kostenlos an und traden Sie mit Bitcoins und Ethereum. hier kostenlos registrieren

Goldrausch mit Bitcoins

Gegenwärtig gibt es einen Hype um Bitcoins, welche fast einem Goldrausch ähnelt. Die Preise stiegen mit immer höherer Geschwindigkeit, wobei zuletzt fast täglich Marken von 5.000, 6.000 und sogar 7.000 Dollar übersprungen wurden. Allerdings geht ein solcher Rausch auch schnell vorüber. Die Folge kann für so manchen Besitzer von Bitcoins ein böses Erwachen sein. Viele meinen sogar, dass es sich bei der gegenwärtigen Euphorie um eine riesige Spekulationsblase handelt, die platzen und für große Verluste sorgen kann.

Definition und Entstehung

Die Bezeichnung „Bitcoin“ steht sinngemäß als Begriff für „digitale Währung„. Daneben handelt es sich um den Namen eines weltweiten Buchungssystems. Die Bezeichnung steht aber auch für eine kryptografische Zuordnung. Bitcoins wurden 2008 erstmals in einem White Paper von Satoshi Nakamoto entwickelt und gehen auf den Gedanken einer kryptographischen Währung zurück. Die Bezeichnung „kryptographisch“ oder „Kryptographie“ bedeutet auf Deutsch „verborgen“ oder „geheim“ und beschäftigt sich heute mit Informationssystemen, die gegen Manipulation widerstandsfähig sind.

Das Netzwerk entstand am 3. Januar 2009, als die ersten 50 Bitcoins geschöpft wurden. Bitcoins bestehen aus einem Zahlungssystem sowie einer Einheit, die durch eine in einem Rechennetz befindlichen Software verwaltet wird. Es handelt sich um eine Datenbank, in der alle Finanztransaktionen innerhalb einer Blockchain festgehalten werden. Teilnehmer müssen über ein Bitcoin-Client und einen entsprechenden Dienstleister verfügen. Das System ist zudem nicht geografisch beschränkt und kann somit international verwendet werden. Anwender benötigen nur einen Zugang zum Internet.

Bei dieser virtuellen Währung existieren somit weder Münzen noch Scheine. Der Zweck ist jedoch mit einer anderen Währung wie Dollar oder Euro vergleichbar, wodurch Menschen dadurch die Möglichkeit erhalten sollen, mit Bitcoins zu bezahlen. „Bit“ steht für die kleinste Speichereinheit eines Computers. „Coin“ ist die englische Bezeichnung für eine Münze.

Bitcoin erklärt!

Funktionsweise von Bitcoins

Die Begriffe „Kryptowährung“ oder „Internetgeld“ lassen vermuten, dass es sich um echtes Geld handeln könnte. Hinzu kommt, dass Bitcoins häufig durch eine Art „Münze“ symbolisiert werden, in deren Mitte sich ein symbolisches „B“ befindet. Allerdings handelt es sich um ein reines Fantasieobjekt, da in Wirklichkeit keine echten Münzen oder Geldscheine existieren. Vielmehr werden alle Funktionen ausschließlich durch Technik erfüllt. Bitcoins sind Ergebnisse von Rechenprozessen, bei denen jeder die Möglichkeit hat, mitzuwirken. Beträge werden bei Transaktionen zwischen einzelnen Nutzern hin und her transferiert und geheime Schlüssel ermöglichen Anwendern den Zugriff auf die eigene Adresse.

Blockchains und Anonymität

Die Technologie, die sich hinter Bitcoins verbirgt, wird als „Blockchain“ = „Blockkette“ bezeichnet. Es handelt sich um eine Art digitalen Kontoauszug, der alle vorgenommenen Transaktionen verschlüsselt abspeichert. Diese Blockchains sind sogar öffentlich einsehbar. Obwohl der Nutzer einer Blockchain-Adresse anonym bleibt, können alle Transaktionen zurückverfolgt werden. Daneben bieten verschiedene Dienstleister sogar eine noch bessere Anonymisierung an. Daneben werden die Datenbanken von mehreren Rechnern verwaltet, was eine Manipulierbarkeit des gesamten Systems erschwert.

Die Transaktion aller Zahlungen erfolgt durch diese Blockchains, welche mit den vorangehenden Blöcken verbunden sind. Die Geschäfte werden direkt zwischen Marktteilnehmern abgewickelt, wodurch keine Bank oder Zwischenhändler mehr erforderlich wird.

Jetzt Traden
Melden Sie sich jetzt kostenlos an und traden Sie mit Bitcoins und Ethereum. hier kostenlos registrieren

Bei einem Blockchain handelt es sich ebenfalls um eine Art Journal oder Datenblöcke, die eine oder mehrere Käufe und Verkäufe von Bitcoins zusammenfassen. Die Abwicklung des Kaufs oder Verkaufs von Bitcoins erfolgt durch Transaktionen, die in etwa mit Überweisungen vergleichbar sind. Der Sender einer Zahlung muss nur die Bitcoin-Adresse, die mit der Kontonummer vergleichbar ist, wissen. Allerdings bestehen innerhalb eines Bitcoin-Systems keine Konten, die ein Guthaben vorweisen. Gutschriften werden ausschließlich auf den Bitcoin-Adressen des Empfängers verbucht, wobei der Betrag von der Eingabeadresse des Senders entnommen und der Zieladresse des Empfängers gutgeschrieben wird. Die Transaktion wird im Anschluss mit einem Schlüssel des Senders signiert, was sie authentisiert und schützt. Zu diesem Zweck werden Bitcoin-Wallets verwendet. Bei einem „Wallet“ was auf deutsch „Geldbeutel“ oder „Portemonnaie“ bedeutet, handelt es sich um eine Software, die mit einer virtuellen Geldbörse vergleichbar ist. Da Bitcoins nur in einem Blockchain vorhanden sind und auch nur dort transferierbar sind, ist ein Wallet mit einer Kreditkarte vergleichbar, mit der Kunden Zahlungen durchführen können.

Bitcoin erklärt!

Da der Handel mit Bitcoins im Internet grundsätzlich anonym erfolgt, sind alle Transaktionen weder für Firmen noch für Privatpersonen nachvollziehbar, sofern IP-Adressen oder Bitcoin-Adressen nicht zugeordnet werden können. Um jedoch Geschäfte mit Bitcoins abzuwickeln, muss jedoch mindestens ein Geschäftspartner seine Anonymität aufgeben. Hinzu kommt, dass alle Transaktionen öffentlich protokolliert und im Netzwerk dauerhaft gespeichert werden. Diese Speicherung erfolgt öffentlich in Blockchains. Ein Besitz von Bitcoins wird durch einen privaten Schlüssel dokumentiert, welcher nur dem Besitzer zugänglich ist.

Es ist auch möglich, Bitcoins als digitale Währung an Onlinebörsen gegen andere Zahlungsmittel zu tauschen. Das Bitcoin-System wird dezentral von sogenannten „Minern“ betrieben, welche die Leistung von Rechnern und den dafür erforderlichen Strom zur Verfügung stellen. Neue Geldeinheiten werden durch das sogenannte „Mining“ was auf Deutsch so viel wie „schürfen“ bedeutet, erzeugt. Teilnehmer haben die Möglichkeit, sich durch Rechenleistungen am Mining zu beteiligen. Dabei stehen alle Teilnehmer in Konkurrenz zueinander, wobei ein bestimmter Betrag etwa alle zehn Minuten ausgeschüttet wird. Durch diese Rechenleistung soll das Bitcoin-Netzwerk weiter sichergestellt werden.

Alle Teilnehmer sollten somit ein uneingeschränktes Vertrauen in das System haben. Sie besitzen statt Münzen oder Papiergeld in einer Geldbörse lediglich einen Dateiblock in einem virtuellen Portemonnaie. Die maximale Geldmenge ist durch ein Netzwerkprotokoll auf 21 Millionen Bitcoin-Einheiten begrenzt. Diese Zahl kann nicht durch die Teilnehmer verändert werden.

Handel und Dienstleistungen

Bitcoins können wie andere Währungen mittlerweile auch zur Bezahlung von Gütern und Dienstleistungen verwendet werden. Verschiedene Onlinedienste akzeptieren Bitcoin als Zahlungsmittel. Hinzu kommen verschiedene Lieferdienste, Hotels, kommunale Dienstleister und Reiseveranstalter.

Allerdings sind auch die Zentralbanken der jeweiligen Länder daran interessiert, sich ihre Währungshoheit nicht abnehmen zu lassen. Ziel ist, Geldwäsche oder den Betrieb illegaler Transaktionen zu stoppen. China hat bereits den Handel von Kryptowährungen an speziellen Börsen verboten. Im Anschluss sackte der Kurs für Bitcoins rapide ab. Er konnte sich aber danach wieder schnell erholen. Daneben gibt es gegenwärtig sehr große Kursschwankungen, die beweisen, dass es sich bei Kryptowährungen um eine Erscheinung handelt, die mit großen Risiken verbunden ist. So ist zu erwarten, dass auch in Deutschland eine Regulierung von Kryptowährungen bevorsteht. Amazon wolle demnächst Bitcoins als Zahlungsmittel akzeptieren. Ebenso ist nicht vorhersehbar, wie sich der Markt mit Kryptowährungen weiter entwickeln wird. Mittlerweile gibt es mehr als 1.000 verschiedene dieser Art. Neben Bitcoins etablierte sich noch Bitcoion-Cash. Ebenso existieren zum Beispiel Etherum, Ripple, Litecoin oder Dash. Einzelne Staaten überlegen sogar, ob sie vielleicht eigene Kryptowährungen herausgeben.

Kursentwicklung und Perspektiven

Im Jahr 2010, als noch niemand Bitcoins kannte, entstand der erste Wechselkurs, der sich zum US-Dollar bis 2011 im einstelligen Bereich bewegte. 2013 erfolgte ein Aufwärtstrend bis auf über 1.100 USD/Bitcoin. Anschließend erfolgte ein Kursrückgang. Im Oktober 2015 stieg der Kurs weiter an und erreichte im Januar 2017 erstmals die Marke von 1.000 US-Dollar. Danach erfolgte ein rasanter Kursanstieg, wobei Bitcoins am 21. Oktober 2017 erstmals die Marke von 6.000 US-Dollars überschritten.

Bitcoins sind jedoch gegenwärtig hauptsächlich Spekulationsobjekte in der Erwartung auf Wertzuwachs und der Realisierung von Kursgewinnen. Ob sie eine gute Investition sind und möglicherweise Münzen und Papiergeld überflüssig machen, kann daher nicht eingeschätzt werden. Allerdings profitieren Aktien von Firmen aus dem Umfeld von Blockchains ebenfalls von der Kursentwicklung von Kryptowährungen.

Wer selbst mal mit Bitcoins handeln will sollte das nur bei einem seriösen Broker machen – Hier kann es jeder einmal testen, die Anmeldung bei eToro ist völlig kostenlos

Jetzt Traden
Melden Sie sich jetzt kostenlos an und traden Sie mit Bitcoins und Ethereum. hier kostenlos registrieren