Stranger Things: Wieso der Hype absolut berechtigt ist

Stranger Things
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Wenn Synthesizer-Pop aus den Lautsprechern erklingt und große rote Buchstaben im 80er-Jahre-Look über den Bildschirm schweben, kann das nur eines heißen: Stranger Things ist zurück! Die erste Staffel der von Netflix produzierten Mystery-Horror-Serie hat bereits im Sommer 2016 die Herzen der Zuschauer im Sturm erobert. Nach über einem Jahr quälender Wartezeit ist es am 27. Oktober 2017 endlich so weit: Netflix veröffentlicht alle Folgen der zweiten Staffel und gibt sie zum fröhlichen Binge Watching frei. Falls du bis jetzt unter einem Stein gelebt hast und nicht weißt, wieso du deshalb eigentlich schon längst freudig durchs Zimmer hüpfen und einen Vorrat an Popcorn besorgen solltest, nimm dir die nächsten Zeilen zu Herzen.

Die Entstehung

Die Idee zum Serien-Phänomen stammt von den Zwillingsbrüdern Matt und Ross Duffer. Inspiriert vom Schaffen legendärer Regisseure wie Tim Burton und John Carpenter, nahmen sie sich schließlich das Handeln des frühen Steven Spielberg zum Vorbild: als trashig, kitschig oder billig abgestempelte Elemente (zum Beispiel fliegende Untertassen oder Killer-Haie) zu erneuern und erfolgreich zu machen. Da die Brüder schon in ihrer Kindheit große Fantasy-Fans und süchtig nach Dungeons & Dragons waren, war das Thema schnell klar. Als Hommage an ihr Vorbild spielt die Serie nicht nur in der Zeit des jungen Spielberg, sondern erweist den 80ern sowohl stilistisch als auch durch zahlreiche Referenzen immer wieder die Ehre.

Die Story

Ein Kind verschwindet, ein anderes taucht auf: So beginnt die erste Staffel von Stranger Things. Der junge Will Byers führt ein gewöhnliches Leben in der US-Kleinstadt Hawkins, bis er eines Tages im Jahr 1983 wie vom Erdboden verschluckt ist. Seine Mutter (gespielt von Winona Ryder in Topform) und der Polizist Jim Hopper machen sich engagiert auf die Suche. Auch seine Freunde starten eine geheime Suchaktion, bei der sie auf ein verloren wirkendes Mädchen, das kaum ein Wort spricht, stoßen: Ihr Name ist Elf. Schon bald stellt sich heraus, dass Will's Verschwinden und Elf's Geschichte nur der Anfang eines viel größeren Mysteriums ist, in das Regierungsexperimente und Paralleldimensionen verstrickt sind. Falls dir das alles neu ist, solltest du dir die nächsten Tage dringend frei nehmen, um den Start der zweiten Staffel zusammen mit vielen Millionen Fans mitverfolgen zu können.

Die Einzigartigkeit

Den großen Erfolg von Stranger Things genau zu erklären oder gar an einer Komponente festzumachen, ist vermutlich unmöglich. Vielmehr sind es viele Faktoren, kombiniert mit dem richtigen Timing und hoher Qualität in der Ausführung, die den scheinbar unaufhaltbaren Hype um die Serie verursacht haben. Ein wichtiger Punkt, der den Mystery-Hit von der Konkurrenz hebt, ist sicherlich das Retro-Setting. Die Duffer Brothers haben damit einerseits einen Nerv getroffen: Der Style sowie die Musik der 80er Jahre erleben gerade ein Revival. Andererseits existieren nur wenig Werke, die den nostalgischen Stil so geschmackvoll und vor allem detailgetreu aufziehen. Von der Stimmung über den Soundtrack, das Intro bis hin zu den hervorragend platzierten Popkultur-Referenzen – perfektere Hommagen an die 80er gibt es kaum. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist wohl das ausgezeichnete Schauspieler-Ensemble, das für seine Performance bereits prämiert wurde. Neben der außergewöhnlichen Leistung von Millie Bobby Brown, die das Mädchen Elf verkörpert, glänzt auch Winona Ryder in ihrer Rolle als Wills Mutter. Die jungen Darsteller der Freundesgruppe des verschwundenen Will wurden ebenfalls mit Lob überhäuft. Last but not least sind auch die packende, dichte und trotzdem mit einer Prise Humor erzählte Geschichte sowie die vielen spannenden Cliffhanger gute Gründe für den verdienten Erfolg der Serie.

Die Fortsetzung

Die neue Staffel setzt ein Jahr nach dem Ende der Geschehnisse der letzten Folge an. Die Duffer-Brüder kündigten an, die Geschichte „größer und dünkler“ fortsetzen zu wollen. Außerdem sollen viele im ersten Teil offen gelassene Fragen beantwortet werden, um den Zuschauern die Hintergründe der mysteriösen Ereignisse besser zu erschließen. Der Cast bleibt weitgehend gleich, bis auf einige spannende Neuzugänge. Zu viel sei jedoch nicht verraten. Für alle, die noch einen Vorgeschmack wollen, gibt es hier den offiziellen Trailer. Aber sei gewarnt: Das Ansehen kann zu exzessivem Binge Watching ab 27. Oktober führen…

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