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Digitalisierung: Wie die Technologie die Art, wie wir leben, verändern wird

Digitalisierung
Digitalisierung

Der immer schnellere digitale Wandel wird die Art und Weise, wie wir heute leben, vollkommen verändern. Während die Entwicklung, insbesondere im Bereich des Datenschutzes die Menschen auf eine Probe stellen wird, bietet sie auch enorme Chancen für unseren zukünftigen Lebensstandard. Der Mensch steht oftmals vielen technologischen Erneuerungen und innovativen Ideen im allgemeinen kritisch gegenüber. Alles, was Veränderung bedeutet, heisst auch gleichzeitig sich an neue Umstände anzupassen und somit die eigene gewohnte Komfortzone zu verlassen. Es sind immer nur wenige Menschen, die die Zeit von morgen schon in der Gegenwart sich vorstellen können. Insbesondere historisch betrachtet sind manche Entwicklungen aus damaliger Perspektive interessant. Mitte des 18. Jahrhunderts waren große Ängste der New Yorker Stadtplaner, die Stadt könne im Mist der Pferde versinken, sollte die Anzahl der für die Wirtschaft unglaublich wichtigen Tiere weiter steigen. Es gab immer mehr Stimmen, die laut wurden und versuchten diese Entwicklung rückgängig zu machen anstatt nach Lösungen für die Zukunft zu suchen. Ähnliche Ängste gab es in den 70er Jahren, als die Befürchtung herrschte, dass  die Mobilität der Gegenwart in Zukunft nicht mehr möglich sein würde, sollte das Öl in Zukunft aufgebraucht sein; doch die Entwicklung von E-Mobilität macht diese Befürchtung hinfällig. Eines ist also sicher: die Innovationskraft des Menschen wird sich immer an den Bedürfnissen der Menschen in der Gegenwart und der Zukunft orientieren und den kontinuierlichen Fortschritt gewährleisten. Doch eine Entwicklung ist besonders interessant: die Geschwindigkeit, mit der neue Ideen die Welt verändern, hat sich im Laufe der Zeit erheblich erhöht. So hat sich in den letzten 20 Jahren mehr bewegt als im gesamten Mittelalter.

Daher wollen wir in diesem Beitrag versuchen einen Blick auf die Welt von morgen zu werfen um einen Vorgeschmack zu bekommen, was uns alles erwartet.

Warum gibt es eigentlich Innovation?

Die Entdeckung von Neuem aus purer Neugierde, aber auch um die Lösung für ein Problem zu finden, liegt in der Natur des Menschen. Schon immer suchten die Menschen einen Weg sich schneller fortbewegen zu können, höhere Häuser zu bauen oder Städte sauberer zu gestalten. Ein besonderer Beschleuniger von Innovation ist seit jeher der Krieg. Das gilt für die Technik, aber insbesondere für die Medizin. Das Internet hat seine Ursprünge ebenfalls im Kalten Krieg, als die USA einen neuen Weg suchten ihr globales Kommunikationsnetzwerk auszuweiten.

Ein weiterer Faktor von herausragender Bedeutung ist der Kapitalismus selber. Aus dem Zwang heraus ständig neue Produkte zu entwickeln um vom Markt nicht von der Konkurrenz verdrängt zu werden, sind Unternehmen hoch innovativ und laufend damit beschäftigt neue noch bessere Produkte auf den Markt zu bringen. 

Vermarktung neuer Produkte – Warum braucht es „Early Adopter“?

Viele neue Erfindungen brauchen eine gewisse Zeit bis ihr Nutzen erkannt wird. Die breite Masse steht dem Ganzen dabei häufig eher kritisch im Wege. Bei Erfindungen wie beispielsweise dem Mobiltelefon steigt aber der Nutzen erst mit wachsender Nutzerzahl. Ähnlich ist es beim kontaktlosen Bezahlen: erst, wenn genügend Leute die entsprechende Karte haben, ist es von der Verkäuferseite her sinnvoll die Geräte im Einzelhandel einzuführen, gleichzeitig macht die Anschaffung einer Karte aber erst Sinn, wenn ausreichend Geräte vorhanden sind.

Aus diesem Grund benötigt es Menschen, die neuen Ideen und Produkten aufgeschlossen gegenüber stehen. Im Marketing werden diese Menschen „Early Adapter“ genannt. Sie sind es, die maßgeblich Innovation fördern, weil sie bereit sind ein Risiko einzugehen. Wer heute beispielsweise einen Tesla kauft, muss damit leben, dass nicht an jeder Ecke getankt werden kann und zusätzlich die Reichweite beschränkt ist. Aber ohne die Käufer könnte das Unternehmen nicht den Umsatz generieren, der es ermöglicht für die Zukunft eine Welt, in der E-Mobilität vorherrscht, zu erschaffen.

Die Welt im Wandel – wo dreht sich die Welt am schnellsten?

Die Welt hat heute ein Tempo erreicht wie nie zuvor. Während die Deutsche Bahn in naher Zukunft eine Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen Berlin und München einweihen will, auf der der ICE in nur vier Stunden die beiden Städte verbinden soll, arbeitet Elon Musk mit schon sehr konkreten Plänen am Hyperloop. Dieser könnte die Städte in nicht allzu ferner Zukunft in nur 30 Minuten verbinden. Im Individualverkehr herrscht derzeit ein äußerst freundliches Klima gegenüber Elektromobilität. Während mit der Energiewende in Deutschland die Rahmenbedingungen für eine umweltfreundliche Klimazukunft geschaffen wurde, vertrauen auch immer mehr Investoren der Zukunftsbranche. Gleichzeitig wird das autonome Fahren in weniger als 20 Jahren wahrscheinlich zum normalen Straßenbild gehören. Wer weiss, ob man dann noch einen Hyperloop braucht, wenn man entspannt von München nach Berlin in seinem „Car-Office“ arbeiten kann.

Das bargeldlose Zahlen hinkt lediglich in Deutschland sehr hinterher. Schweden als Vorreiter in der Sache wird wahrscheinlich in weniger als drei Jahren kein Bargeld mehr verwenden. Während heute Kreditkarten das Bild noch prägen, wird die NFC-Technologie bald in jedem Smartphone vorhanden sein. Durch kontaktloses Bezahlen mit dem Smartphone wird das Einkaufen effizienter.

Der Einzelhandel macht derzeit wohl den größten Wandel seiner Zeit durch. Die meisten Supermärkte bieten heute zumindest schon teilweise Terminals für die Bezahlung an. Das lästige Warten in der Schlange gehört immer mehr der Vergangenheit an und kann z.B. für Zeit mit Freunden genutzt werden. Amazon ist da noch einen Schritt weiter: der Kunde betritt den Supermarkt und wird vom System erkannt, anschließend kann er einfach sich aus dem Regal nehmen, was er möchte und den Laden anschließend wieder verlassen. Sein Amazon-Account wird automatisch belastet. Die Daten, die durch das Kaufverhalten generiert werden, können dabei äußerst effektiv genutzt werden. Durch die Verknüpfung mit dem Amazon-Account erkennt das System beispielsweise soziographische Merkmale und kann sein Sortiment individuell anpassen: beispielsweise in einer Gegend, in der mehr Familien leben, Windeln ins Sortiment nehmen. Die Bestellung gibt das System automatisch an die Zentrale weiter, bevor der selbstfahrende LKW die Ware anliefert und automatisch in die Regale räumt. Die Anordnung in den Regalen selber geschieht natürlich ebenfalls auf Basis der Kaufmuster seiner Kunden.

Ähnlich ist es im Internet: immer genauere Analysen für das Userverhalten ermöglichen es den Unternehmen Zielgruppen relevant zu bewerben. Während wir früher noch Werbung für Schuhe des anderen Geschlechts eingespielt bekommen haben, werden wir heute mit Anzeigen von Schuhen konfrontiert, die wir eben erst bei Amazon gesucht hatten.

Volkswirtschaftliche Herausforderung – Technologie trennt Arm und Reich

Alle Vorzüge, die uns eine digitale Revolution bietet, bringt auch Herausforderungen mit sich. Durch immer effizientere Methoden wird der Mensch als einfache Arbeitskraft überflüssig. Die genannten Branchen wie z.B. der Einzelhandel werden Verkäufer/Kassierer überflüssig machen. Das Gleiche gilt für den Job des Taxifahrers oder des LKW-Fahrers, wenn sich sich das autonome Fahren durchsetzen sollte. Aber auch auf höherer Ebene werden Jobs wegfallen. Während früher der Besitzer eines Geschäftes noch ein Gespür dafür entwickelt hat, welche Produkte seine Kunden haben wollen, werden in Zukunft Daten viel genauere Muster erkennen. Maschinen und Roboter erwirtschaften somit mehr und mehr unseren Wohlstand, doch der Gewinn kommt nur wenigen zu, beispielsweise den Aktionären von Amazon anstatt der Verkäuferin im Supermarkt. Die große Frage heißt also wie der Verteilungsprozess in Zukunft aussehen wird. Brauchen wir eine Besteuerung für Roboter und bekommen davon ein bedingungsloses Grundeinkommen?

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