Bedeutende Blockchain-Innovationen

Drei Plattformen im Asien-Pazifik-Raum verändern die Art, wie wir kommunizieren

Neben ihrer Effizienz wird der Erfolg von Blockchains im Finanzsektor von einem weiteren wertvollen Luxusgut angetrieben: der Sicherheit. Das Peer-to-Peer-Überprüfungssystem – das die Kontrolle aufsplittet, die ehemals von einem einzigen Server über eine große Datenmenge ausgeübt wurde – wurde zu einer überzeugenden Lösung für Finanzinstitutionen. Die Unveränderbarkeit des Online-Kontenbuches stellt sicher, dass es frei von bösartigen externen Einflüssen bleibt.

Die Blockchain schlägt aber auch Wellen bis in andere Industriebereiche hinein. Im Kommunikationsbereich verspricht die Blockchain den Nutzern eine bessere Absicherung ihrer Online-Daten.

Start-ups im Asien-Pazifik-Raum entwickeln auf Blockchain gestützte Plattformen und Geräte, um fortschrittlichere Versionen von Kommunikationsplattformen herauszubringen, mit denen die Nutzer bereits vertraut sind.

BeeChat: BeeChat ist das Parade-Beispiel einer dezentralisierten Messenger-App mit einem hohen Nutzen. Seit seiner Einführung 2017 konnten bereits zehn Millionen Nutzer weltweit dafür begeistert werden. Die Entwickler haben Anfang des Jahres auch den Download für Menschen aus Thailand ermöglicht.

Neben dem Angebot einer Kryptowährungs-Handelsplattform bietet BeeChat eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, so dass Nutzer miteinander interagieren können, ohne fürchten zu müssen, dass ihre Daten und Aktivitäten aufgezeichnet werden.

Wenn Nachrichten über BeeChat versendet werden, werden sie in kryptische Codes umgewandelt, so dass die Nutzer sicher sein können, dass niemand anderes auf ihre Konversationen und Daten zugreift. Sobald die Nachrichten beim Empfänger ankommen, werden sie wieder in ihr Original zurückverwandelt.

Die App läuft über die Ethereum-Blockchain, so dass der Weg, den die Codes von einem Server zum anderen zurücklegen, nicht nachverfolgbar ist, ähnlich einer VPN-Verschlüsselung, die sich immerhin mit einem einzigen Server verbindet.

In diesen Zeiten, die große Herausforderungen an die Privatsphäre stellen, wird es für Bürger, die vertrauliche Informationen wie Kreditkartendaten oder private Fotos versenden, sicherlich nützlich sein.

„Unser kurzfristiges Ziel besteht darin, die aktivste Blockchain-Kommunikations-Community für jedermann in der Industrie zu errichten“, sagte BeeChat-Gründer und CEO Sonny Sun im Interview mit The Korea Herald. „Gewöhnliche Nutzer erhalten direkten Zugang zu Blockchain-Wissen, Investitionskenntnissen und guten Investitionsprojekten. Letztlich hoffen wir, dass mit unserer Plattform sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen zu Geld kommen.“

BeeChat gibt es in 30 Sprachen und es unterstützt den Handel von zwölf Kryptowährungen, darunter Bitcoin, Ethereum und Quantum.

BOB: Wenn schon Online-Messenger-Apps eine Blockchain-Erneuerung erhalten, dann ist es nicht verwunderlich, dass auch die Geräte, auf denen sie laufen – also Smartphones – ebenfalls ein Upgrade erhalten. Auf dem Blockchain-Gipfel in Bali im Oktober 2018 hat die in Singapur ansässige Firma Pundi X das XPhone vorgestellt, ein Blockchain-unterstützendes Smartphone, das die Nutzer ohne einen Service-Provider Anrufe tätigen und Textnachrichten verschicken lässt. Es heißt inzwischen BOB (Blok-on-Blok) und das Unternehmen hat Ende letzten Jahres erste Vorbestellungen für das Gerät entgegen genommen.

Der Blockchain-Modus des Gerätes gibt den Nutzern Zugang zum Function-X-Ecosystem, dem unternehmenseigenen Betriebssystem, der ihnen einen spezifischen kryptischen Code zuweist, den diese mit ihren Familien und Freunden teilen können, um sich anzurufen oder Nachrichten zu versenden. Sie können es sich wie BOBs Mobiltelefonnummer vorstellen.

Jedes Gerät, dass die Funktion X, in diesem Fall BOB, nutzt, ist ein „Knoten“ oder Kontaktpunkt und fungiert als Host, bis die Daten den tatsächlichen Empfänger erreichen. Pundi X setzt darauf, dass mit jedem weiteren Smartphone-Hersteller, der die Funktion X integriert, auch weitere Knoten verfügbar sein werden.

In Zukunft könnten Nutzer in der Lage sein, miteinander zu telefonieren oder zu chatten, ohne dafür das Trägersignal einer Telekommunikationsgesellschaft oder Datenvolumen zu benötigen.

„In gewisser Weise gehen wir zurück zu den ursprünglichen Prinzipien des Internets: Wir machen es für jeden in breitem Ausmaß verfügbar“, äußerte sich Zac Cheah, Mitgründer und CEO von Pundi X, in einer Pressemitteilung.

Indorse: Ein weiteres Medium, das ein Blockchain-Update erhält, sind die sozialen Medien, eine der polarisierendsten Innovationen des 21. Jahrhunderts. Während die größte Social-Media-Plattform angibt, die Menschen näher zusammen gebracht zu haben, werden ihr gleichzeitig Datenrechtsverletzungen durch die Nutzung privater Daten für Werbezwecke vorgeworfen.

Das in Singapur ansässige Jobportal Indorse richtet seine Gegenstrategie darauf aus, die Nutzer die Früchte ihrer heiß begehrten Daten ernten zu lassen. Obwohl es keine Social-Media-Plattform im eigentlichen Sinne ist, gibt Indorse den Fachkräften – insbesondere Codierern und Programmierern – die Möglichkeit, mit der Plattform zu interagieren und ihre Aktivitäten in Geld zu verwandeln.

Die auf Ethereum gestützte Plattform bezeichnet sich selbst als „Tool zur Überprüfung von Lebensläufen“ für Unternehmen, die Codierer und Programmierer einstellen möchten. Bewerber werden dazu angehalten, ihren Lebenslauf anonym auf Indorse hochzuladen, wo ein Experten-Team die angegebenen Kenntnisse prüft und verifiziert. Diese „Experten“ erhalten Kryptomünzen für jeden Bewerber, den sie „verifiziert“ haben.

Mit diesem Modell werden die Macht und der Gewinn, die ursprünglich bei der Plattform lagen, mit den „Indorsern“ geteilt. Die Plattform gibt an, innerhalb der letzten sechs Monate 2.000 Job-Bewerber abgewickelt zu haben und plant nun die Expansion nach Indien.

„Indem Indorse die Erfahrungen von Experten auf der ganzen Welt aufbereitet, ermöglicht es Unternehmen verlässliche und rechtlich abgesicherte Einblicke in potentielle Kandidaten“, sagte Indorse-Gründer Gaurang Torvekar in einem Interview mit Yahoo! Singapur. „Wir erhöhen die Latte bei der Qualitätsbewertung von technischen Talenten, während wir gleichzeitig die direkten und indirekten Kosten des Einstellungsprozesses reduzieren.“

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